In aller Kürze

Göppinger Kultur-Nacht

Am 24. Juni 2017 findet zum achten Mal die Göppinger Kultur-Nacht statt, an der das MuSeele auch wieder teilnehmen wird. Das MuSeele freut sich auf Ihren Besuch und hat seine Pforten an diesem Abend von 19 bis 1 Uhr für Sie geöffnet. Tickets können Sie im Vorverkauf über unseren Museumsshop erwerben.

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Veröffentlichungen / Publications

Die Publikationen sind über das Psychiatriemuseum MuSeele zu erhalten / All publications can be ordered at the museum of psychiatry MuSeele:

 

Kontakt per E-Mail: info@museele.de oder per Telefon: ++ 7161 601-8488 /  

Please contact us by email: info@museele.de or call us at: ++ 7161 601-8488

 

 

Die "Aktion T4" und die Heilanstalt Christophsbad in Göppingen

Die "Aktion T4" und die Heilanstalt Christophsbad in Göppingen

 

Die "Vernichtung lebensunswerten Lebens" in den Jahren 1940/41

 

Herausgegeben von Thomas Stöckle und dem Jüdischen Museum Göppingen sowie dem Psychiatriemuseum MuSeele

 

Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

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Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie

 

Band 1 Norddeutschland

Band 2 Süddeutschland

 

herausgegeben von Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt (Hirzel Verlag)

 

je 29,90 Euro (zusammen 49 Euro)

 

Kettenmenschen - Chain People (2015)

Broschüre_Ausstellung Kettenmenschen

Kettenmenschen

vom Umgang mit psychisch Kranken in Westafrika

 

herausgegeben vom MuSeele, Göppingen 2015

 

siehe auch www.kettenmenschen.de

 

3 Euro

 

ArtBram (2015)

ArtBRAM die besondere Kunst des Abram Wilhelm

ArtBram

die besondere Kunst des Abram Wilhelm

 

Eine reich bebilderte Begleitbroschüre zu den Ausstellungen des Künstlers

 

siehe auch www.artbram.de

 

5 Euro

 

von Anagramm bis Zopperitsch - from Anagramm to Zopperitsch (1999)

von Anagramm bis Zopperitsch (1999)

 

Anagramme von Ellen Zopperitsch

mit Holzschnitten von Roland Bischofberger und Begleittexten von Rolf Brüggemann

 

Preis: 5 Euro

 

Seelenpresse - Connecting the European Mind (1/2011)

Internationale Sichten der Psychiatrie. Eine Ausstellung im MuSeele (2011)

 

Editorial

Die Redaktion der Seelenpresse ist stolz auf dieses Begleitheft zur Sonderausstellung "Connecting the European Mind" im MuSeele.

 

Seit dem Bestehen des MuSeele seit nunmehr sieben Jahren erkennen wir die Intentionen des MuSeele mit dem unseren als sehr verwandt. Seelenpresse wie MuSeele wollen eine kritische Information zur Psychiatrie leisten und gleichzeitig wohlwollende, kreative und konstruktive Ansätze fördern.

 

Das vorliegende heft dokumentiert die Themen der gegenwärtigen Ausstellung und ergänzt diese um einige lokale Perspektiven aus unserer Klinik, dem Christophsbad. Es wird dabei deutlich, wie sehr der Blick in dei Ferne mit der heimatlichen Situation verknüpft ist. Der Vergleich der psychiatrischen Ideen hier und dort ist hilfreich für die Vorstellung von einer guten und sozialen Psychiatrie.

 

Die Klinik Christophsbad mit einer 160 jährigen Tradition ist der würdige und schöne Ort, wo sehr viele Menschen mit ihren unterschiedlichen Initiativen und Gedanken sich begegnen und austauschen können.

 

(SPRed)

Seelenpresse - Struwelpeter und andere irre Kinder (1/2009)

Sonderheft zur Ausstellung "Struwelpeter und andere irre Kinder" im MuSeele (2009)

 

Editorial

 

Aus der engen Zusamemnarbeit der Seelenpresse mit dem MuSeele ergibt sich nun dieses Sonderheft zur Kinder- und Jugendpsychiatrie, welches die Ausstellung im MuSeele "Struwelpeter und andere irre Kinder" mit inhaltlichen Ausführungen und Hintergrundinformationen begleitet.

 

Anlass zur Beschäftigung mit dieser Thematik war zunächst der 200ste Geburtstag des weltbekannten Struwelpeterautors und Psychiaters Heinrich Hoffmann. Hinzu kamen die neuen und verbesserten Angebote der Kinder und Jugendpsychiatrie in der START-Klinik des Christophsbads in Göppingen, welche die Themen aktuell in unsere Aufmerksamkeit rückten. Also bemühten wir uns um weitere Kooperationspartner,  die wir im Struwelpetermuseum in Frankfurt, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Tübingen, bei den SOS-Kinder- und Jugendhilfen sowie "Aktion Mensch" war es dann den Vereinsmitgliedern des MuSeele möglich, die Konzeption einer Ausstellung mit begleitenden Veranstaltungen zu entwickeln und praktisch umzusetzen.

 

Nun freuen wir uns die Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren und in weiteren Veranstaltungen für die wichtigen und interessanten Themen von Kindern und Jugendlichen in seelischer Not sensibilisieren zu können. Wir bedanken uns bei allen Helfern, die zum Gelingen beigetragen haben, das waren - wie für uns selbstverständlich - auch viele Betroffene. Wir bedanken uns bei den Experten und den Instutitionen, die sie vertreten. Wir bedanken uns bei der Klinik Christophsbad, die uns immer spontan und freundlich  unterstützt sowie der "Aktion Mensch", die uns die finanziellen Mittel gab, um eine moderne und mediengerechte Ausstellung zu gestalten.

 

Den Besuchern der Ausstellung, den Teilnehmern der wissenschaftlichen Tagung, den Besuchern der weiteren begleitenden Veranstaltungen, den Lesern dieses Heftes wünschen wir viele denkwürdige Anregungen und folgende gute Gespräche. Lassen Sie uns Ihre Eindrücke und Meinungen wissen, kritisieren Sie uns und unterstützen Sie unsere Bemühungen für ein starkes Ich und ein gelingendes Leben von Kindern und Jugendlichen.

 

(SPRed & der MuSeele e.V.)

Verortungen der Seele. Locating the Soul.

Psychiatrie-Museen und verwandte Einrichtungen in Europa.

von Gisela Schmid-Krebs und Rolf Brüggemann ist erschienen.

Dtsch.-Engl.. 288 S. m. zahlr. farb. Abb., in deutscher und englischer Sprache.

2007 Mabuse-Verlag
ISBN 3-938304-48-0
ISBN 978-3-938304-48-8 | KNV-Titelnr.: 17656465


"Verortungen der Seele" ist der erste Reiseführer zu über hundert europäischen Ausstellungen, Gedenkstätten und verwandten Einrichtungen, der das schwierige Thema der Psychiatrie in allen Facetten beleuchtet. Durchgängig farbig illustriert, liefert das Buch ein Panorama der vielfältigen Möglichkeiten, der Psyche und ihre(Irr-)Wege anschaulich zu machen. Die Autoren, selbst in der Psychiatrie tätig, haben alle Institutionen persönlich besucht und beschreiben sie in ihren jeweiligen Besonderheiten.


"Locating the Soul" is the first travel guide to over a hundred European exhibitions, memorials and related facilities wich illuminates the difficult subject of psychiatry in all its facets. The book, wich is beautifully illustrated throughout, gives a panorama of the various possibilities to present and describe the psyche. The authors, whe themselves work within psyhiatry, visited each facility personally and describe the highlights and peculiarities of each.

Die rätselhafte Welt des Stellmachers Karl Müller.

Zur Ausstellung über Karl Müller ist eine 40-seitige Broschüre mit reichhaltigen Farbabbildungen erschienen.

Vorwort
Das Geschenk von 116 kleinformatigen Zeichnungen zur Gründung des MuSeele, eines Museums für die Geschichte und die Geschichten der Psychiatrie, ist ein außerordentlicher Glücksfall. Diese Zeichnungen waren sorgfältig aufbewahrt worden von der Tochter des Dr. Eugen Schmidt, der sie 1920 erwerben konnte, als ihr Schöpfer Karl Müller schon verstorben war.

Damit gebührt unser Dank zunächst Frau Dr. Gertrud Meyer-Mickeleit; sie hegte den Schatz ihres Vaters zusammen mit dessen künstlerischem Werk und durfte nun hoffen, dass das MuSeele die Bilder im Sinne ihres Vaters würdigen möchte. Dies soll mit diesem Katalog und den verschiedenen Ausstellungen geschehen. Denn schnell war allen Mitarbeitern des MuSeele klar: die Bilderwelt des in verschiedenen Psychiatrien internierten Karl Müller ist in psychiatriegeschichtlicher und kunsthistorischer Hinsicht ein bedeutendes Zeitdokument.

Psychiatriegeschichtlich verweisen die Bilder auf die bescheidene Freiheit eines Patienten am Anfang des 20. Jahrhunderts, der auf billigem Papier (z.B. Briefkuverts, ungenutzte Formulare, Kalenderblätter) seine Phantasien festhält. Ein Zeitvertreib, ein Mit- teilungsbedürfnis, ein Weg aus der Not, ein künst- lerischer Impetus in der Zwangslage der Anstalt: viele Interpretationsmöglichkeiten bieten sich an. Dieser Kontext ist ausführlich im Zusammenhang der Sammlung Prinzhorn Heidelberg dargestellt. Hier ließe sich das Konvolut einreihen unter den besonders markanten Künstlern aufgrund seines eigenen Charmes, seines durchgängigen Malstils und seines beträchtlichen Umfangs. Dass diese Bilder nicht in die Sammlung Prinzhorn aufgenommen wurden, sondern separat blieben, ist sicher dem aufkommenden faschistischen Zeitgeist zu schulden, der den Blick für diese Kunst völlig verstellte.

Kunsthistorisch belegt die Sammlung die neue geradezu revolutionäre Sichtweise von Ärzten und Künstlern, die bereit waren, akademische Güte- kriterien für die Kunst in Frage zu stellen. Hier geht es um eine neue Sinnfindung und Begründung der Kunst, in welcher nun der Prozess und die Motive des Kunstschaffenden fokussiert werden. So eröffnen sich sehr unmittelbare Ansichten einer Seelenwelt, die zum Ausdruck drängt.
Diese Art von Kunst, wie wir sie heute am besten mit “Art Brut” bezeichnen, hat seither das ästhetische Empfinden und entsprechend den Kunst- markt zunehmend und nachhaltig verändert. Und was beide Hinsichten verbindet: sicher hat die “Irren-Kunst” wesentlich dazu beigetragen, die “totale Institution” Psychiatrie zu öffnen.

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Heinrich-Landerer Stiftung und durch die Klinik Christophsbad in Göppingen sowie weiterer Sponsoren konnten wir Restaurierung, Dokumen- tation, Präsentation und Ausstellung realisieren.
Der Zuspruch mehrerer Ausstellungs- macher aus Schleswig, Welzheim, Florenz, Heidelberg, Baden–Baden und Göppingen zeigt uns, dass die Mühe wertschätzend anerkannt wird. Wir setzen fort, was Dr. Eugen Schmid seinerzeit entdeckte und öffentlich machte. Es bleiben noch viele Aspekte des Werkes und des Zusammenwirkens in jener Zeit zu erschließen.

Der Künstler/Patient Karl Müller, dessen Attribut "Stellmacher" ihn weniger verwechselbar machen soll, der Arzt/Künstler Dr. Eugen Schmid, der mit den Augen des Herzens sieht, Joachim Ringelnatz, der Dichter, der jenem Zeitgeist die Worte gibt.

Diesem seelenverwandten Trio wollen wir uns im vorliegenden Begleitheft zur Ausstellung annähern. Der Titel der Ausstellung “Die rätselhafte Welt des Stellmachers Karl Müller” soll bewusst auf die vielen Fragen hinweisen zu Biografie, Krankengeschichte, Textbeiträgen und Interpretationen, die es noch zu beantworten gilt.