Aus den Vereinen:
MuSeele
Fünf Mitglieder des Vereins MuSeele, Träger des gleichnamigen Psychiatriemuseums im Göppinger Christophsbad, besuchten die Ausstellung "Geschichte der kranken Seele" in Prag. Diese wurde vom Psychiater Dr. Ivan David und seiner Mitarbeitern Dagmar Zaludova gestaltet und im Polizeimuseum präsentiert. Sehr anschaulich mit historischen Zeugnissen und vielen Bezügen zu anderen Ländern werden dort Psychiatriegeschichte und auch politische Perspektiven für Tschechien dargestellt.
Die Ausstellung war auch unter Mitarbeit des MuSeele zustande gekommen und Ivan David hatte auch das Göppinger Museum und das Klinikum Christophsbad zuvor besucht. Die Prager Ausstellung, die als Wanderausstellung an weiteren Orten gezeigt werden soll, krönte die Kooperation mit dem MuSeele im Rahmen des vom Europäischen Kulturfonds geförderten Projektes "Connecting the European Mind", über das schon mehrfach berichtet wurde.
Bürgermeisterin Zull zu Besuch im MuSeele
Sehr überrascht zeigte sich die Göppinger Sozial- und Kulturbürgermeisterin Gabriele Zull über die Vielfalt und den Ideenreichtum im Psychiatriemuseum MuSeele im Christophsbad. Der Leiter des MuSeele, Rolf Brüggemann, begleitete sie in der vergangenen Woche durch die Dauerausstellung sowie die Sonderausstellung zu den europäischen Psychiatriemuseen. Die vielen persönlichen Bezüge und Betroffenheiten, die das Museum herausfordert, erlebte Zull als aufklärend und hilfreich. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass möglichst auch alle Göppinger Schüler einmal zu einem Besuch kämen, um durch die anschauliche Präsentation Ängste und Fehlurteile zu vermeiden.
Während der Betrachtungen und eingehenden Erläuterungen durch Rolf Brüggemann waren schnell zwei Stunden vergangen und ein anstehender Termin drängte die Bürgermeisterin zum Aufbruch. Aber sie versprach wieder zu kommen und sich für die Belange dieses außerordentlichen Museums für die seelische Gesundheit einzusetzen.