Geschichte der Pflege - 02/2012

Das MuSeele erzählt die Geschichte und Arbeit der Psychiatrie und des Klinikums Christophsbad
von Frank Pfennig

zum Lesen

NWZ - 29.11.2012

Welt Karl Müllers bleibt rätselhaft

"Die rätselhafte Welt des Stellmachers Karl Müller" wird wohl ein bisschen rätselhaft bleiben. Das "MuSeele" im Christophsbad zeigt Werke des Psychiatriepatienten, die er vor rund 100 Jahren gemalt hat.

von Margit Haas

Grotesk, witzig, überraschend, unheimlich - die Zeichnungen von Karl Müller sind vieldeutig, zeigen seine Zerrissenheit und "Requisiten seines Lebens". So skizzierte die Kunsttherapeutin Gisela Schmid-Krebs bei der Eröffnung der Ausstellung "Die rätselhafte Welt des Stellmachers Karl Müller" im MuSeele den Zeichner. Die Buntstiftzeichnungen muten kindlich an und sind doch voller Symbolik.

Der Natur fühlte sich der 1872 Geborene besonders verbunden. Er malte freilich kein Abbild, enthob vielmehr das Dargestellte - Tiere und Pflanzen - seinem natürlichen Ort und seiner Funktion. Karl Müller erlernte den Beruf des Stellmachers - dies spiegelt sich in seinen Bildern in Rädern und seinem Handwerkszeug wieder. Mit 18 Jahren veränderte er sich, fing an zu trinken, wurde jähzornig. Immer wieder wurde er in Heilanstalten eingewiesen. Bis zu seinem Tod im Jahre 1925 verbrachte er insgesamt mehr als zehn Jahre in verschiedenen Anstalten. Nur dort betätigte er sich künstlerisch - auch im Christophsbad, wo er über zwei Jahre behandelt wurde. Dass sich seine Kunst überhaupt erhalten hat, ist dem Arzt Dr. Eugen Schmidt zu verdanken. Der war Karl Müller in der Heilanstalt Winnenthal begegnet, hat "sich für seine Kunst interessiert und sie sehr wertgeschätzt", erläuterte Rolf Brüggemann vom MuSeele. Die Tochter des Arztes war lange selbst am Christophsbad tätig. Bereits vor Gründung des MuSeele hatte Dr. Gertrud Meyer-Mickeleit der Klinik Zeichnungen und Schriften aus dem Nachlass ihres Vaters übergeben. Sie sind Beleg dafür, dass sich in der Psychiatrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts Veränderungen anbahnten, Patienten gewisse Freiheiten hatten. Und sie zeigen, dass überkommene Kunstbegriffe in Frage gestellt wurden. Karl Müller habe "immer wieder nach Papier und Tusche verlangt", hat Gisela Schmid-Krebs in seinen Krankenakten nachgelesen. Auf ganz billigem Papier habe er gemalt, teilweise auf Vorder- und Rückseite.

Diese Bilder laden in der Ausstellung buchstäblich zum Rundgang ein. Karl Müller hat ihnen keine Titel gegeben. Erläuternde Texte helfen deshalb zum besseren Verständnis der ungewöhnlichen Kunst. Sie bleibt dennoch rätselhaft.

Mitgliederausflug - 16.11.2012

Ausflug zur Ausstellung MindThings - Kopfsache nach Tübingen

Die menschliche Wahrnehmung zeigt sich immer wieder als trügerisch. Dass die Perzeption von Dingen in den Fokus der Psychologie rückt, liegt auf der Hand. Denn mit Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten erfährt der Mensch Informationen, die kognitiv weiterverarbeitet werden udn KopfSachen entstehen lassen, die Forschern bis heute große Rätsel aufgeben.
MindThings nimmt vergangene sowie aktuelle Forschungsfragen auf und präsentiert Phänomene und Kuriositäten von Wahrnehmung, Sprache, Handlungsplanung, Zahlenverarbeitung sowie Zeitkognitionen aus der Arbeit der Tübinger Psychologie.

Mehre Mitglieder von MuSeele e.V. besuchten gemeinsam die Ausstellung des MUT.
Mehr zur Ausstellung unter www.mindthings.de

Vernissage "Ist der Mensch ein Wurm?" - 14.11.2012

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StZ - 14.11.2012

Die geheimnisvollen Bilder des Karl Müller

Göppingen. In der Psychiatrie entsteht zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Kunst des Stellmachers aus Aichstrut.

von Sabine Riker

Für die Macher des Psychiatriemuseums im Göppinger Christophsbad geht ein Traum in Erfüllung: 36 der 116 Bilder des ehemaligen Psychiatriepatienten Karl Müller können zum ersten Mal im "MuSeele" gezeigt werden. Eigens dafür wurde das Archiv des Fachkrankenhauses umgestaltet. Ein Teil der Bilder, die dem Christophsbad vor ein paar Jahren geschenkt wurden, war schon bei Ausstellungen im Museum für Outsiderkunst in Schleswig, in Müllers Heimatstadt Welzheim (Rems-Murr-Kreis) und in Zwiefalten auf der Schwäbischen Alb zu sehen.

Die Bilder haben eine abenteuerliche Geschichte, und es ist ein Glücksfall, dass sie die Zeit des Nationalsozialismus unbeschadet im Schrank des Tübinger Arztes Eugen Schmidt überstanden haben. Denn im Dritten Reich galten Bilder wie diese als "entartete Kunst". Dabei war es ihrem Schöpfer keinesfalls in die Wiege gelegt, künstlerisch tätig zu sein. Karl Müller, 1872 in Aichstrut bei Welzheim geboren, war Stellmacher von Beruf. Er stellte Kutschen und Wagen her. Als er 18 Jahre alt war, machte sich seine Krankheit bemerkbar. Er veränderte sein Wesen und wurde rauflustig. Im Jahr 1902 kam er in die psychiatrische Klinik in Winnenden. Die Diagnose: Manie und Dementia paranoides. Nach zwei Jahren wurde er entlassen. Zehn Jahre ließ ihm die Krankheit Ruhe, dann brach sie erneut aus. Er wurde  wieder in der Psychiatrie eingeliefert, diesmal in das Göppinger Christophsbad. Insgesamt zehn Jahre verbrachte er bis zu seinem Tod im Jahr 1925 in einer psychiatrischen Anstalt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Psychiatrie eine reine Verwahranstalt. Die Patienten werden ruhig gestellt, sie bekommen nichts, schon gar kein Papier. Müller zeichnet seine Bilder auf Kalenderblätter, Briefumschläge, Krankenakten, die Rückseite von Rechnungen, Postkarten. Auf diese Weise entstehen Miniaturen mit einer ganz eigenen, skurrilen Bildersprache. Gnomenhafte Männer, Fabelwesen, Tiere, aber auch Werkzeuge bevölkern diese Zeichnungen, die voller Rätsel stecken und die der Handwerker aus Aichstrut mit versierten Strichen auf das Papier bannt.

Seine Umgebung weiß seine Zeichnungen nicht zu schätzen. Dass Kunst aus seelischer Qual entstehen kann, ist in dieser Zeit ein abwegiger Gedanke. Hätte nicht der Tübinger Arzt Eugen Schmidt den Patienten aus Aichstrut im Hof der Winnender Psychiatrie kennengelernt und ihm einige Arbeiten abgeschwatzt, so wären die Bilder wohl unwiederbringlich verloren gewesen. Denn auch Müllers Schwester erkannte den Wert der Zeichnungen nicht und verbrannte die, wie sie sagte, "Verrücktesten". Auf Vermittlung des damaligen evangelischen Vikars gelangte Schmidt, der zehn Jahre nach der Begegnung in Winnenden nach Karl Müller geforscht hatte, in den Besitz der Bilder, die nicht zum Opfer der Flammen geworden waren.

Vor seinem Freitod im Jahr 1939 vertraute Schmidt seiner Tochter Gertrud Meyer-Mickeleit die Zeichnungen an. Die spätere Ärztin im Christophsbad und Göppinger Kommunalpolitikerin schenkte sie vor ein paar Jahren dem "MuSeele". Die Ausstellung "Ist der Mensch ein Wurm?" kann aus Platzgründen nicht alle Bilder zeigen. "Die Auswahl ist immens schwergefallen", sagt Gisela Schmid-Krebs. Die zweite Vorsitzende des "MuSeele" bedauert, dass nur wenig über die Biografie Karl Müllers bekannt ist. Sie hofft, dass sie Zeit findet, weitere Stationen dieses geheimnisvollen Lebens zu erforschen.

NWZ - 10.11.2012

Die rätselhafte Welt Karl Müllers

Die rätselhafte Welt des Stellmachers Karl Müller stellt das Psychiatriemuseum MuSeele am Christophsbad in einer neuen Ausstellung mit Zeichnungen des psychisch kranken Künstlers vor.

Er sei "raufsüchtig gewesen, hätte das Kartenspiel geliebt und zuviel Most getrunken", so heißt es in der Krankenakte des Karl Müller. Mit ein paar wenigen autographischen Notizen bietet die Krankenakte die einzige Interpretationshilfe für die rätselhaften Tusche- und Farbstiftzeichnungen dieses Mannes, der als Stellmacher, also als Rad- und Gestellmacher, von 1872 bis 1925 lebte.

Zehn Jahre seines Lebens verbrachte Müller in den psychiatrischen Einrichtungen Winnenthal und Christophsbad in Göppingen. Von den dort entstandenen Zeichnungen konnte der Baden-Badener Psychiater Dr. Eugen Schmidt in den 30er Jahren 116 retten. 75 Jahre lang waren sie den Blicken der Öffentlichkeit entzogen, bis die Tochter des Entdeckers das Werk dem MuSeele vermachte. Das Museum für Psychiatriegeschichte und -geschichten, untergebracht im Badhaus des Christophsbads, zeigt sie nun erstmals in Göppingen.

Eröffnet wird die Ausstellung mit Zeichnungen des psychisch kranken Künstlers am Mittwoch, 14. November, ab 17 Uhr mit einer Einführung der Kunsttherapeutin Gisela Schmid-Krebs. Die Zeichnungen sind mal komisch und absurd, mal gespannt und aggressiv. Wie Bilderrätsel, in scheinbar beziehungslosen Aufreihungen von Gegenständen und Figuren, lassen sie Sinn stiftende Zusammenhänge nur erahnen. Sie sind Beleg für ungelebte Fantasien, Sehnsüchte und Ängste.

Öffnungszeiten: Mi. 16-18 Uhr, So. 14-16 Uhr
im MuSeele im Christophsbad, Faurndauer Straße 6-28 , Telefon: (07161) 601-9712
(bis 30. Mai)

 

 

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart - 09.11.2012

Teddy mit grausamen Innenleben
Teddy mit grausamen Innenleben

Seele und MuSeele

Im Göppinger Christophsbad zeigt ein kleines Museum die Geschichte der Psychiatrie.

Sie haben ein Rad ab, einen Vogel oder einen Sprung in der Schüssel, so urteilte der Volksmund lange über Menschen, die andere mit ihren seelischen Verletzungen konfrontieren. Bevor sich die moderne Psychiatrie der Seelenkranken annahm, wurden sie meist ausgegrenzt, isoliert, weggesperrt oder mit drastischen Mitteln „therapiert“. Die Psychiatrie als moderne Wissenschaft entstand erst im 19. Jahrhundert. In Göppingen gibt das MuSeele in Dauer- und Wechselausstellungen Einblicke in die Therapiegeschichte und versucht auch Vorbehalte und Klischees abzubauen.

Das MuSeele, eine originelle Wortschöpfung aus Museum und Seele ist ganz im schwäbischen Wortsinne wirklich ein Museele. Das Museum für Psychiatriegeschichte und Geschichten aus der Psychiatrie wurde 2004 gegründet. Engagierte Mitglieder der örtlichen Kliniken sowie ein gemeinnütziger Verein betreiben das kleine, aber feine Museum, das im Dachgeschoß des Alten Badhauses, direkt neben dem Krankenhaus angesiedelt ist.

Das Gebäude ist Teil des Christophsbads. Seit 1404 bestand hier ein Bad, dessen heilsame Quellen über die Jahrhunderte hinweg gerne in Anspruch genommen wurden. Den Namen erhielt es von Herzog Christoph, der 1550 unter einer Vergiftung litt und mit Hilfe des Heilwassers genesen konnte.

Vor 160 Jahren eröffnete der Arzt Heinrich Landerer hier eine private "Heil- und Pflegeanstalt für Gemüts- und Geisteskranke". Das war die Geburtsstunde des Christophsbads. Staatliche psychiatrische Pflegeplätze waren Mitte des 19. Jahrhunderts im Königreich Württemberg Mangelware und die moderne Psychiatrie begann sich erst langsam zu entwickeln.

Das gleichnamige Krankenhaus umfasst heute sechs verschiedene Kliniken, darunter die renommierte psychatrische und neurologische Klinik. Außerdem bietet das Christophsbad ausgezeichnete ambulante Therapiemöglichkeiten an sowie einen spezialisierter Heimbereich mit insgesamt rund 1.000 Mitarbeitern und 750 Plätzen.

Das MuSeele zeigt nicht allein Utensilien und Geräte, Zwangsjacken und Gitterbetten, in denen die Kranken gehalten wurden, sondern auch Gegenstände ehemaliger Patienten der Christophsbad-Klinik. Diese erzählen ihre ganz eigene Geschichte.

Dazu gehören auch kleine Kunstwerke, wie eine Skulptur aus Ton, die im Rahmen einer Kunsttherapie entstanden ist. Der Patient hat einen Menschen in gebückter Haltung geformt und die Arme schützend um demn Körper legt. Ein gewöhnlicher Teddybär verwundert die Besucher. Auch die Klinikmitarbeiter rätselten lange, wie sich ein traumatisiertes Mädchen regelmäßig selbst Verletzungen zufügen konnte. Die Lösung fand sich im Bauch des Plüschbären. Darin hatte die kleine Patientin Rasierklingen versteckt.

Das Psychiatriemuseum pflegt eine unverkrampfte Art der Aufklärung und viele Besucher beginnen nach ihrem Rundgang von eigenen Erlebnissen im Bekannten- und Freundeskreis zu erzählen. Das MuSeele zieht auch viele Fachbesucher an. In vergangenen Ausstellungen wurde so unterschiedliche Themen wie Jugendpsychiatrie in den Vordergrund gerückt, aber auch der historische Umgang mit seelisch und geistig kranken Menschen in anderen Ländern Europas.

2008 ist das ehrenamtlich betriebene Museum von der Deutschen Gesellschaft für Sozale Psychiatrie ausgezeichnet worden. Der Leiter des Museums Rolf Brüggemann, der auch Psychologe im Christophsbad ist, hat mit der Kunsttherapeutn Gisela Schmid-Krebs zudem einen europäischen Führer verfasst, in dem alle Museen, die sich der Psychiatrie widmen, wie auch Euthanasie-Gedenkstätten vorgestellt werden.

Die Geschichte des Christophsbads ist ein Spiegelbild der jeweiligen Zeit, nicht allein, was medizinische Errungenschaften und Veränderungen und Entwicklungen in der Psychiatrie betrifft. Das dunkelste Kapitel war die Zeit des Nationalsozialismus. Stellvertretend für die vielen namenlosen Patienten, die von hier verschleppt und ermordet wurden, haben die Museumsmacher die Lebensgeschichte des jüdischen Dichters Jakob van Hoddis aufgegegriffen. An die vielen Opfer, von denen einzig ihre persönliche Habe zeugt, erinnert eine eindrückliche Installation aus Koffern mit dem Titel “Vergast – Vergessen”.

Am 14. November eröffnet eine neue Ausstellung mit grotesk-witzigen und dennoch unheimlich erscheinenden Buntstiftzeichnungen von Karl Müller (1872 – 1925), der zehn Jahre seines Lebens in der Psychiatrie verbrachte. Während dieser Aufenthalte in den Anstalten Winnenden und Göppingen hat er über 100 kleinformatige Zeichnungen angefertigt, die sein inneres und äußeres Erleben dokumentieren.

Zur Vernissage am Mittwoch, 14. November um 17.00 Uhr führt die Kunsttherapeutin Gisela Schmid-Krebs in die Ausstellung ein.

Göppinger Perspektiven - 10.2012

Patienten im Laufe der Zeit
von Margit Haas

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Japanischer Forscher besucht MuSeele - 13.09.2012

Göppinger Museum international gut vernetzt

Die Psychiatriegeschichte lässt viele Blickwinkel zu. Der renommierte Psychiatriehistoriker Akira Hashimoto von der Universität Aichi im japanischen Nagoya hat seinen Forschungsschwerpunkt auf den Vergleich zwischen Deutschland und Japan gelegt. Seine Forschungen führten ihn am 13. September ins MuSeele, dem Museum für Geschichte der Psychiatrie im Klinikum Christophsbad. Hashimoto wünscht sich für Japan ein ähnliches Museum und arbeitet an der Planung.

Museumsleiter Rolf Brüggemann zeigte seinem japanischen Besucher die Ausstellung und erfuhr selbst viel Interessantes über die Verbindungen der beiden Länder: Im späten 19. und im 20. Jahrhundert hatte die deutsche Psychiatrie in Japan sozusagen Modellcharakter, wenngleich die deutschen Erkenntnisse und Strukturen auch an die japanische Kultur angepasst wurden.

Das MuSeele ist international gut vernetzt. Der Austausch und gemeinsame Projektplanungen mit den Psychiatriemuseen in Gent, Den Haag, London, Rom, Aarhus und Middelfart in Dänemark und dem portugiesischen Telhal sind regelmäßig und eng. Auch den fachlichen Kontakt mit Hashimoto möchte das von einem Verein getragene Museum aufrecht erhalten.

Sommerfest des Christophsbads - 23.06.2012

MuSeele am Sommerfest

Am traditionellen Sommerfest des Christophsbads am 23. Juni hatte das MuSeele natürlich geöffnet und außerdem mit einem Flohmarkstand beteiligt.

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Landespsychiatrietag - 16.06.2012

MuSeele mit eigenem Stand auf dem Landespsychiatrietag

Fünf MuSeele-Mitglieder betreuten auf dem Landespsychiatrietag in Stuttgart am 16. Juni 2012 unseren Stand, beantworteten viele Fragen der Interssierten und führten anregende Gespräche mit den etwa 600 Besuchern.

 

Freizeit-Träume - 03.2012

Blicke in die Seele
von Birgit Rexer

 
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NWZ - 22.03.2012

Aus den Vereinen:
MuSeele

Fünf Mitglieder des Vereins MuSeele, Träger des gleichnamigen Psychiatriemuseums im Göppinger Christophsbad, besuchten die Ausstellung "Geschichte der kranken Seele" in Prag. Diese wurde vom Psychiater Dr. Ivan David und seiner Mitarbeitern Dagmar Zaludova gestaltet und im Polizeimuseum präsentiert. Sehr anschaulich mit historischen Zeugnissen und vielen Bezügen zu anderen Ländern werden dort Psychiatriegeschichte und auch politische Perspektiven für Tschechien dargestellt.

Die Ausstellung war auch unter Mitarbeit des MuSeele zustande gekommen und Ivan David hatte auch das Göppinger Museum und das Klinikum Christophsbad zuvor besucht. Die Prager Ausstellung, die als Wanderausstellung an weiteren Orten gezeigt werden soll, krönte die Kooperation mit dem MuSeele im Rahmen des vom Europäischen Kulturfonds geförderten Projektes "Connecting the European Mind", über das schon mehrfach berichtet wurde.

Bürgermeisterin zu Besuch - 25.02.2012

Bürgermeisterin Zull zu Besuch im MuSeele

Sehr überrascht zeigte sich die Göppinger Sozial- und Kulturbürgermeisterin Gabriele Zull über die Vielfalt und den Ideenreichtum im Psychiatriemuseum MuSeele im Christophsbad. Der Leiter des MuSeele, Rolf Brüggemann, begleitete sie in der vergangenen Woche durch die Dauerausstellung sowie die Sonderausstellung zu den europäischen Psychiatriemuseen. Die vielen persönlichen Bezüge und Betroffenheiten, die das Museum herausfordert, erlebte Zull als aufklärend und hilfreich. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass möglichst auch alle Göppinger Schüler einmal zu einem Besuch kämen, um durch die anschauliche Präsentation Ängste und Fehlurteile zu vermeiden.

Während der Betrachtungen und eingehenden Erläuterungen durch Rolf Brüggemann waren schnell zwei Stunden vergangen und ein anstehender Termin drängte die Bürgermeisterin zum Aufbruch. Aber sie versprach wieder zu kommen und sich für die Belange dieses außerordentlichen Museums für die seelische Gesundheit einzusetzen.