In aller Kürze

Der Ikarus vom Lautertal

Am Freitag, dem 20.10.2017 eröffnete Wolfram Voigtländer im Atelier Kirchner in Berlin die Ausstellung "Eine Begegnung mit Gustav Mesmer" in Schwarzweiß-Fotografien von Nicole Becker (geboren 1967 in Hamburg).

Weiterlesen …

Fotoausstellung "Begegnungen mit Gustav Mesmer"

Wir möchten Sie auf eine besondere Fotoausstellung zu Gustav Mesmer, dem Ikarus vom Lautertal, aufmerksam machen.

 

Das MuSeele unterstützt dieses sehr schöne Projekt mit einer ausführlichen Dokumentation, die als Broschüre für fünf Euro zu erstehen ist.

 

Dauer der Ausstellung: 21.10. - 02.12.2017

Öffnungszeiten: Mi, Fr 16 - 18 h, do 18 - 20 h, Sa 15 - 17 h

 

Atelier Kirchner

Grunewaldstraße 15, 10823 Berlin

Erster Hof, Seitenflügel links, Parterre

U7 Eisenacherstraße

www.andrekirchner.de

 

Nicole Becker hat im Winter 1988 als Fotografieschülerin des Berliner Lette-Vereins ein sensibles Porträt des schwäbischen Flugradbauers Gustav Mesmer (1903 - 1994), genannt der "Ikarus vom Lautertal", auf zwölf Kleinbildfilmen festgehalten.

Wir zeigen eine autorisierte Auswahl in digitalen Ausbelichtungen und analogen Vergrößerungen von den Original-Negativen.

 

Fotos von Nicole Becker

Arbeitskreis für Philosophie und Psychiatriegeschichte

 

unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Martin Ruchsow und Diplom-Psychologe Rolf Brüggemann

 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an diesem Arbeitskreis teilzunehmen. Der Arbeitskreis findet Donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr in den Räumen des MuSeele (Gebäude: Altes Badhaus) statt.

Folgende Termine sind für 2018 vorgesehen:

25.01.

15.02.

08.03.

19.04.

17.05.

07.06.

28.06. (dann: Sommerpause)

06.09.

27.09.

18.10.
08.11.

06.12. (dann: Winterpause)

Eindrücke von der Ausstellung "Kettenmenschen" beim WPA Kongress in Berlin

tl_files/fM_k0006/images/MuSeele_Kettenmenschen_web_image3.jpgtl_files/fM_k0006/images/MuSeele_Kettenmenschen_web_image2.jpgtl_files/fM_k0006/images/MuSeele_Kettenmenschen_web_image1.jpg
 
 

Exhibition „Being A Human“

Monday to Thursday I Hall 2.2

„Being A Human” is a collection of photographs portraying people in Jimma, Ethiopia. These people face each other, share their day with happiness, anxiety, desperation and hope. Their feelings are depicted with peculiar ease. Sorrow and pessimism are seen in a playful and airy atmosphere. The story behind the pictures is: These individuals seek help for mental distress. They are patients at the Department of Psychiatry at Jimma University in Ethiopia.

In 2010, Jimma University with Prof. Markos Tesfaye and the Center for International Health of Ludwig-Maximilians University Munich have launched a Masters programme for mental health in Jimma, a town in southwestern Ethiopia. Up to now, about 50 students finished the programme and work as Masters for Mental Health, caring for the well-being of people with mental distress all over Ethiopia. They provide a space for an integrated understanding of mental illness – building bridges between traditional beliefs and modern psychiatric and psychotherapeutic treatments. The Masters programme itself is meanwhile fully organised and staffed by previous Masters.

For the Center for International Health: Sandra Dehning, Andrea Jobst, Kristina Adorjan
www.international-health.uni-muenchen.de

Photographs by Anselm Skogstad
www.anselmskogstad.com 

Aktivistentag im MuSeele

Traditionell findet wie jedes Jahr im MuSeele ein Aktivistentag statt. So fanden sich auch dieses Jahr am 1. Juli zwölf tatkräftige und fleissige Mitglieder des Vereins zusammen, um die Seele des MuSeele zu pflegen und zu hegen.

 

Hier ein Eindruck von einer fröhlichen Aktion im MuSeele:

 

 

HelferInnen bei der wohlverdienten Pause

Studienfahrt nach Ingolstadt ins Deutsche Medizinhistorische Museum

Sechs Mitglieder unseres Vereins haben sich die Ausstellung (siehe unten) angesehen und von der Führung durch Frau Billig profitiert.

 

Die antiken Vorstellungen zur Seele, die beeindruckende Präsentation mit seltenen Exponaten und das sonnige Herbstwetter haben die Exkurstion zu einem vollen Erfolg werden lassen.

 

Die Seele ist ein Oktopus - Sonderausstellung im Deutschen Medizinhistorischen Museum in Ingolstadt

 

20. Juli - 15. Oktober 2017 - verlängert bis 21. Januar 2018

 

Die Seele ist ein Oktopus. Antike Vorstellungen vom belebten Körper

 


Woraus besteht die Seele, wie steuert sie den menschlichen Körper und wo ist ihr Sitz im Körper? Was geschieht, wenn ein Mensch krank wird, und was trägt zu seiner Heilung bei? Antike Mediziner und Philosophen stellten sich Fragen wie diese, um zu verstehen, was der Mensch ist und wie er funktioniert. Dabei kamen sie zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.


Die Ausstellung stellt zentrale antike Auffassungen von physischen und seelischen Vorgängen vor, die zwischen ca. 500 vor und 200 nach Christus entwickelt wurden. Dabei werden vor allem die vielfach rezipierten und kommentierten Ansichten von Aristoteles und Galen aufgegriffen. Aber auch weniger bekannte Positionen werden vorgestellt – zum Beispiel die Ansicht der Stoiker, die Seele erstrecke sich durch den Körper wie die Arme eines Oktopus. Daraus ergibt sich ein faszinierender Einblick in das antike Seelen- und Körperverständnis, der uns nicht nur die Wurzeln einiger unserer heutigen medizinischen Vorstellungen vorführt, sondern auch zum lustvollen Eindenken in alternative Sehweisen einlädt.


Die Ausstellung setzt auf großformatige Bilder, die der Berliner Graphiker Christoph Geiger in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Topoi-Forschungsprojektes D2 – Mapping Body and Soul – für die zehn Ausstellungsthemen geschaffen hat. Ergänzt werden diese graphischen Umsetzungen der antiken Körperkonzepte durch Objekte aus der Sammlung des Deutschen Medizinhistorischen Museums und zahlreiche Leihgaben aus anderen Häusern.
Zu der Ausstellung ist ein englischsprachiger Begleitband erhältlich. Für die Präsentation in Ingolstadt wird dieser Begleitband zusätzlich in einer deutschen Fassung aufgelegt.

Eine Ausstellung des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster TOPOI und der Alexander von Humboldt-Professur für Klassische Altertumswissenschaften und Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt Universität Berlin .

 

Für weitere Informationen siehe: www.dmm-ingolstadt.de

Sozialbürgermeisterin Frau Cobet im Christophsbad und im MuSeele

Almut Cobet, Rolf Brüggemann, Bernhard Wehde

Sozialbürgermeisterin Frau Cobet im Christophsbad und im MuSeele

 

Die Göppinger Sozialbürgermeisterin Frau Almut Cobet war am 7. August zu ihrem ersten Besuch im Klinikum Christophsbad. Geschäftsführer des Christophsbads Bernhard Wehde und Museumsleiter Rolf Brüggemann begrüßten die Erste Bürgermeisterin im MuSeele, dem dortigen Museum für Psychiatriegeschichte. In einem zweistündigen Rundgang über das Klinikgelände und durch die Gebäude, insbesondere durch das MuSeele, konnte Frau Cobet erste Eindrücke von den vielfältigen Aktivitäten gewinnen.

 

In den Gesprächen wurden aktuelle Projekte angesprochen, wie etwa der lang ersehnte Klinikkindergarten oder Integration von hilfsbedürftigen Menschen aus gesellschaftlichen Randgruppen.

 

Hierzu konnte das Psychiatriemuseum im Hintergrund die Verflechtung von Gesundheitsangeboten und sozialen Ressourcen historisch verdeutlichen.

 

 Frau Cobet äußert sich anerkennend über die sozialen und kulturellen Angebote, die die Klinik zu einem sehr lebendigen Ort des Austausches machen. Zudem informiert sich Frau Cobet über das Christophorus-Projekt und die geplante Filsufergestaltung mit einer Christophorusskulptur an der Brücke gegenüber der Klinik. Mit dieser Skulptur soll „ein mutmachendes Symbol für Hilfsbereitschaft und Gefahrenbewältigung geschaffen werden“, so der Initiator des Projekts Rolf Brüggemann. Sowohl das MuSeele als auch das Christophorus-Projekt werden von gemeinnützigen Vereinen getragen. Die enge Zusammenarbeit von Stadt, privatem Klinikträger und Vereinen wird mit weiteren konkreten Schritten vereinbart.

 

 

Soziale Psychiatrie - Bewegende Eindrücke von einer Reise in die psychiatrischen Einrichtungen in der Elfenbeinküste - Rolf Brüggemann, Museumsleiter

Psychiatrie in Ketten Psychiatrie in Ketten (622,0 kB)

 

Sonderausstellung Maske & ALTER EGO

Der Arzt als Narr

 

Ich ist ein Anderer, wir verstecken uns hinter Masken, entsprechen den Erwartungen von außen. Authentizität ist ein unwahrscheinliches Ideal. Meine Person ist ein Kompromiss. Gleichzeitig kann die Maske mir auch Freiheiten ermöglichen (neben Missbrauch) hin zu dem anderen Ich (ALTER EGO), das ich eigentlich bin oder sein möchte.

In der Ausstellung thematisieren Bilder, Filme, Skulpturen und Texte die diesbezüglichen seelischen Herausforderungen, die unserem Leben im Weltentheater Spannung verleihen.

 

Die Ausstellung endete am 25. Juli 2017.


Weiteres zur Ausstellung im MuSeele

Wer ist der Narr?

Er selbst oder der, den er vernarrt?

Die Bedeutung der Figur ist tiefgründig. So erscheint im 16. Jahrhundert in der Bildwelt des Hieronymos Bosch die Darstellung vom Steinschneiden: eine fragwürdige Person schneidet am Kopf einer anderen Person und entfernt einen Stein. Dies soll wohl zur Besserung oder auch Läuterung des Betroffenen beitragen. Alles ist aber fake. Der Stein war schon zuvor bereitgehalten. Eine beeindruckende Show eines Scharlatans für den, der ihm auf den Leim geht. So lassen sich Geschäfte machen.

 

Bei aller Narrenfreiheit: ist der Therapeut ein Narr? Ja, auch er arbeitet mit magischen Ritualen und mit irrationalen Konstrukten. Es mag ihm helfen und gelegentlich wohl auch dem Patienten. Narren sind beide.

NWZ, Beitrag vom 27.02.2017

Ausstellung im Klinikum Christophsbad Göppingen

 

Mit der Maske zum anderen Ich

 

Das Psychiatriemuseum MuSeele im Göppingen Christophsbad beleuchtet in seiner aktuellen Ausstellung die Maske aus einem therapeutischen Blickwinkel - Foto: Carluci

 

Von Evelin Krix 27.02.2017

Als Versteck, Schutz, zum Verängstigen, aus sich herauskommen oder um in andere Rollen zu schlüpfen: Masken werden aus vielen Gründen getragen. Das Psychiatriemuseum „MuSeele“ im Göppinger Christophsbad beleuchtet in seiner aktuellen Ausstellung „Maske und das Alter Ego“ die Maske nicht aus einem schmückenden, sondern einem therapeutischen Blickwinkel.

Thematisiert werden neben den Bedürfnissen der Psyche auch die Verknüpfungen zwischen Maske und Emotionen. Der Besucher startet seine Besichtigung in einem kleinen Raum mit Ausschnitten aus Filmen wie „Faust“, „Das Bildnis des Dorian Grey“ oder „V wie Vendetta“. Danach geht es mit verschiedenen Arten der Maskierungen in Form von Exponaten, Plakaten und Büchern weiter.

„Während dem Aufbau haben wir so viel gelernt: Welche Bezüge zu unserer Arbeit hier im Haus entstehen, aber auch kultur- und kunstgeschichtlich“, erzählt Museumsleiter Rolf Brüggemann. „Wir merken, wie wichtig die Maske und Demaskierung für unsere Selbstfindung ist. Der Mensch, der zu uns kommt, der zweifelt an sich selbst.“ Die Patienten hätten verlernt zu lachen oder sogar zu weinen. Andere verstellen sich oder bauen sich ein „Pokerface“ auf, weil sie den Erwartungen der Gesellschaft gerecht werden möchten. Dadurch baue sich laut Brüggemann oftmals ein Druck in der Seele auf: „Das passiert bei vielen unseren Patienten, dass die Authentizität nicht gegeben ist. Bei Schwererkrankten erstarrt die Mimik und die brauchen wir aber zur Kommunikation mit Sichtkontakt.“ Deshalb arbeite man im Christophsbad nicht nur mit Theatertherapie, sondern tatsächlich auch mit Masken: „Das kann im Theater oder im Rollenspiel eine Möglichkeit sein, den Weg zum eigenen Ich zu finden.“

Eine wichtige Maske in der Therapie sei auch die Clownsnase. „Es ist wichtig, dass wir von dem Ernsten, Seriösen wegkommen. Wir müssen uns bewusst machen, dass Lachen in der Klinik unbedingt möglich sein muss“, betont Brüggemann. Allein durch die kleine Veränderung des Aussehens mit der knallroten, runden Nase könne der Clown die Situation auflockern und Humor in die Ernsthaftigkeit der Behandlung bringen.

„Jede anormale Veränderung der Gesichtsmimik macht Angst, weil mein Gegenüber nicht mehr in seiner emotionalen Individualität erkennbar ist“, meint Brüggemann.  Man müsse den Menschenaufzeigen, dass die Verdeckung des Gesichts aus lustigen Gründen passiert. Das sei an Fasnacht aufgrund Totalmaskierung mit dem Narrenhäs öfter der Fall, weswegen auch ein Kostüm der „Ranzigen Füchs“ aus Wäschenbeuren ausgestellt ist. „An Fasnet ist das gesellschaftlich erlaubt“, meint Brüggemann. „Die Narren haben extra Bonbons dabei, um sich wieder beliebt zu machen.“

Herzstück der Ausstellung sind westafrikanische Masken aus privater Sammlung. Ähnlich wie bei der Fasnacht sollen mit schreckenerregenden Fratzen, Tanz, Musik und Krach böse Geister vertrieben werden. Tiere seien ein häufiges Motiv. Ähnlich wie beim Häs der „Ranzigen Füchs‘“ finden sich auch an einer westafrikanischen Tanzmaske aus dem 20. Jahrhundert Schellen wieder. „Stilistisch kann man die Masken unterscheiden, aber der kulturelle Gebrauch ist der Gleiche“, sagt Brüggemann. Aus seinem Peru-Urlaub hat der Museumsleiter einen sogenannten „Retablo“ – einen kleinen, aufklappbaren Altar – mitgebracht, der in der Ausstellung ebenfalls seinen Platz hat. „Peru, die Elfenbeinküste und hier: Diese drei ganz verschiedenen Orte gehen ähnlich mit der gleichen Thematik um und irgendwann lassen wir die Maske fallen. Das gehört zu dem Spiel dazu.“

  • Ausstellung drei Monate verlängert

Dauer: Ursprünglich sollte die Sonderausstellung „Maske und Alter Ego“ am 1. März zu Ende sein, wurde jetzt aber um drei Monate verlängert.

Ort: Das Psychiatriemuseum MuSeele sowie die Ausstellung findet man im Dachgeschoss im alten Badhaus des Göppinger Christophsbads.

Öffnungszeiten: Mittwoch 16 bis 18 Uhr, Sonntag 14 bis 16 Uhr. Der Eintritt beträgt zwei Euro pro Person. Führungen können auch außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden. Sie kosten zusätzlich 30 Euro.

Kontaktformular / Contact form

 

Bitte tragen Sie Ihren Vor- und Nachnamen, sowie eine gültige Email-Adresse ein.

Please enter your first name and last name and provide a working e-mail address.

Please browse your local PC and choose your term paper file to be uploaded. Please note that we accept PDF format (Acrobat Reader) only! The file size must not exceed 1 MB.

Was ist die Summe aus 2 und 8?
 

Zurück