Internationale Tagung in Göppingen

Verortungen der Seele Logo der Tagung 2007

Verortungen der Seele / Locating the soul. Internationale Tagung des MuSeele e.V. am 9. und 10. November 2007 im Christophsbad
Am 9. und 10. November findet erneut eine internationale Tagung des MuSeele im Christophsbad statt.
Grußwort
Seit gut 20 Jahren präsentiert sich die Psychiatrie in
zunehmendem Maße der Bevölkerung. Damit stellt sie
sich ganz (selbst)bewusst der kritischen Betrachtung
und hofft gleichzeitig so Ängste und Fehlurteile zu
korrigieren. Ähnlich wie bei anderen medizinischen Disziplinen
(Anatomie, Chirurgie, Pharmazie etc.) werden Museen
eingerichtet, die Zeugnisse früherer Behandlungsmethoden
konservieren und aktuelle Fragestellungen
anschaulich vermitteln. Diese Arbeit an der Geschichte
und die öffentliche Auseinandersetzung sind wesentlich
für eine humane und ethisch gereifte Praxis in der
Gegenwart. In einer zur Tagung erscheinenden Publikation
werden alle diesbezüglichen Institutionen präsentiert.
Bei unseren Begegnungen wollen wir diese
europaweite Entwicklung hinsichtlich vier wesentlicher
Themenbereiche und vier Arbeitsschwerpunkten
aufzeigen. Der Austausch der Ideen und Konzepte wird
zu weiteren Initiativen und Kooperationen ermutigen.
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For the last 20 years the psychiatry presents itself to an
increasing degree to the public. Therewith the
psychiatry opens itself in a self-aware (and self
confident) manner to critical reflection and hopes at
the same time to correct fears and misjudgements.
Similar to other medical fields (anatomy, surgery,
pharmacy, orthopaedy etc) museums are established,
which preserve evidence of former treatments and
also communicate current questions. Dealing with the
own history and the public discussion are essential for
a human and ethical matured practice in the
presence. We present all the concerning institutions in
a book, which will be published at the same time.
At our meeting we would like to show the Europewide
development concerning four important subject
areas and four focuses on work. The exchange of
ideas and concepts will encourage to further initiatives
and cooperation.

Gisela Schmid-Krebs Rolf Brüggemann PD Dr. Leo Hermle
Laden Sie sich bitte das Tagungsprogramm [441 KB] und das Anmeldeformular [45 KB] herunter.

Mitteilung des MuSeele e.V.

Göppinger Totentanz

Ab sofort ist im MuSeele im Göppinger Christophsbad eine Installation zur Melancholie zu besichtigen. Auf einer Stele ist in der Art mittelalterlicher Vanitas-Darstellungen ein menschlicher Schädel in eine Hand geschmiegt zu sehen. Die Skulptur bewegt sich begleitend zu Heinrich Heines Lied "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin....." . Der Dichter Heinrich Heine hatte 2006 seinen 150-sten Todestag. Damit nimmt die Installation künstlerischen Bezug auf das Krankheitsbild der Depression. Angeregt wurde das Werk durch die Ausstellung "Melancholie und Genie", die in Paris und Berlin große Aufmerksamkeit erhalten hatte. Mitarbeiter des Vereins MuSeele e.V. realisierten die aufwändige Installation zusammen mit Patienten der psychiatrischen Tagesklinik und sie möchten damit einen konstruktiven und kreativen Beitrag leisten zur Bewältigung der Depression.

Am Mittwoch den 31. Januar um 16 Uhr wird die Installation im MuSeele eingeweiht. Chefarzt Dr. Leo Hermle und Museumsleiter Rolf Brüggemann werden Betrachtungen zu Melancholie und Depression vortragen. Hierzu ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.